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VERBAND DEUTSCHER LOKALZEITUNGEN UND LOKALMEDIEN E.V.
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VDL-Branchentreff 2026: Austausch mit Dr. Carsten Linnemann über Medienpolitik, Mittelstand und Rahmenbedingungen für Lokaljournalismus
Mit einer grundsätzlichen Standortbestimmung zur Lage der Lokalmedien eröffnete der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien e.V., Kai Röhrbein, den politischen Teil des Branchentreffs 2026. In seiner Rede betonte er die Bedeutung verlässlicher wirtschaftlicher und medienpolitischer Rahmenbedingungen für die mittelständisch geprägte Lokalzeitungsbranche.
Die Branche befinde sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, erfülle jedoch weiterhin eine zentrale Funktion für demokratische Öffentlichkeit und regionale Debatten. Röhrbein verwies zudem auf Herausforderungen durch globale Plattformen und die Nutzung journalistischer Inhalte im KI-Zeitalter.

Im Anschluss an die Rede von Kai Röhrbein gab Dr. Carsten Linnemann Einblicke in die aktuelle politische Lage sowie in wirtschafts- und medienpolitische Perspektiven. Die anschließende Fragerunde moderierte Martin Wilhelm, Verleger der Heidenheimer Zeitung und Mitglied des VDL-Vorstands.
Pressemitteilung
epd 08.05.2026
Verband der Lokalzeitungen für Digitalabgabe nach Vorbild Luxemburgs
In der Debatte über die Digitalabgabe für Internetkonzerne wünscht sich die Lokalzeitungsbranche eine direkte Stärkung von Redakteursarbeitsplätzen nach luxemburgischem Vorbild. Berlin (epd). Der Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL) wirbt für eine Digitalabgabe für Internetkonzerne nach dem Vorbild Luxemburgs. „Dieses Modell stärkt Redaktionen direkt, es ist staatsfern organisiert, und es setzt genau dort an, wo Qualität entsteht, bei den Menschen, die täglich recherchieren, prüfen und einordnen“, sagte der VDL-Vorsitzende Kai Röhrbein am 6. Mai beim diesjährigen Branchentreff in Berlin. In Luxemburg können sich Redaktionen, die ihren Sitz dort haben, um eine jährliche Beihilfe bewerben. Neben einer jährlichen „Innovationshilfe“ gibt es einen variablen Förderanteil pro vollzeitbeschäftigtem Redakteur. „Wir wissen, dass eine arbeitsplatzorientierte Förderung nach diesem Vorbild europarechtlich möglich ist, Luxemburg zeigt das seit Jahren in der Praxis“, unterstrich Röhrbein. Mehrheit im Bundestag. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hatte jüngst seine Pläne für eine Digitalabgabe für Internetkonzerne bekräftigt. Die schwarz-rote Koalition werde darüber in den nächsten Wochen beraten. Im Bundestag gebe es eine deutliche Mehrheit „von den Grünen bis zur CDU“, so Weimer. Vorbild für Weimer ist Österreich, wo seit 2020 eine Digitalsteuer greift, die Konzerne wie Google und Meta zahlen müssen. Anders als eine Steuer soll nach Weimers Vorstellungen in Deutschland eine Abgabe eingeführt werden, deren Einnahmen der Medienförderung zugutekommen. Im Koalitionsvertrag hatten sich CDU, CSU und SPD darauf verständigt, die Einführung der Abgabe zu prüfen. CSU-Chef Markus Söder allerdings lehnte sie bislang ab. Wir sind Infrastruktur für Demokratie, Debatte und regionale Wirtschaftskraft. Röhrbein sagte, es liege nahe, „einen Teil dieser Mittel genau dort einzusetzen, wo lokale Öffentlichkeit entsteht, in den Redaktionen vor Ort“. Der VDL höre aus Gesprächen, dass die SPD für den Gedanken einer EU-konformen, staatsfernen und redaktionsbezogenen Förderung offen sei. Es wäre „ein starkes Zeichen“, wenn auch die CDU diesen Ansatz konstruktiv aufgreife, „denn die Sicherung lokaler journalistischer Arbeitsplätze ist keine parteipolitische Frage, sondern eine Frage der demokratischen Stabilität unseres Landes“, so der Verbandsvorsitzende. „Wir sind Infrastruktur für Demokratie, Debatte und regionale Wirtschaftskraft. Und wir erwarten, dass die Politik das endlich auch so behandelt.“
Pressemitteilung
KNA 08.05.2026
Lokalverleger wollen Journalismus-Förderung nach Luxemburger Modell
Beim Jahrestreffen des Verbands der Lokalzeitungen und Lokalmedien präsentieren sich Verlage selbstbewusst und offen für Journalismus-Förderung. Sie fordern, dafür die geplante Digitalabgabe zu nutzen. Berlin (KNA) Der Verband der Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL) hat die Bundesregierung aufgefordert, den Lokaljournalismus stärker zu unterstützen. Beim Jahrestreffen des Verbands in Berlin brachte der VDL-Vorsitzende Kai Röhrbein auch die Journalismus-Förderung nach dem "Luxemburger Modell" ins Spiel. In Luxemburg werden redaktionelle Arbeitsplätze staatlich bezuschusst. Diese Art der Förderung wird auch von den Journalistengewerkschaften gefordert. "Es gibt also ein staatsfernes, arbeitsplatzorientiertes Fördermodell für Qualitätsjournalismus, das auch mit EU-Recht vereinbar ist", sagte Röhrbein. Zur Finanzierung könnte die geplante Digitalabgabe verwendet werden, die von der Bundesregierung geplant ist. "Die SPD ist dafür, es wäre ein starkes Zeichen, wenn die CDU das auch aufgreift", sagte Röhrbein an die Adresse des Festredners beim Jahrestreffen, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Lokalzeitung und Lokaljournalismus seien "das Lagerfeuer in der lokalen Region" und nähmen an Relevanz immer weiter zu: "Wir schreiben über Themen, die sonst keiner sieht - kein überregionales Medium, keine Plattform", so Röhrbein, der im Hauptberuf Verleger der "Walsroder Zeitung" in Niedersachsen ist. Linnemann outete sich als "Fan der Digitalabgabe", warnte aber vor zu großen Erwartungen. Die Digitalabgabe werde "jetzt nicht sofort in den nächsten vier Wochen kommen, weil die CSU das anders sieht. Die CDU ist da ein bisschen geschlossener", sagte Linnemann mit Blick auf die Position von CSU-Chef Markus Söder, der eine Digitalabgabe bislang ablehnt. Zur Forderung nach einer Journalismus-Förderung äußerte sich der CDU-Generalsekretär nicht. Dafür erteilte er dem Verlegerwunsch nach einer Senkung der Mehrwertsteuer auf Presseprodukte eine Absage. Die Forderung "0 Prozent" sei angesichts der Haushaltslage chancenlos, so Linnemann.

44 minutes 4 u: „YouTube in Verlagen: BlackBox, Experiment oder Geschäftsmodell? – Wie journalistische Inhalte zu Reichweiten, Bindung und neuen Erlösmodellen führen“
26. Mai 2026 | 14.00-14.44 Uhr
Roman Prokopenko | Head of Digital Sales & Development | Verlag Parzeller GmbH & Co. KG | Fuldaer Zeitung
Die digitale Transformation in Verlagen scheitert selten am Wissen, sondern an der Umsetzung. Dabei bringt die Branche starke Voraussetzungen mit – Redaktion, Expertise, Technik und Vermarktung. Dennoch gewinnen auf YouTube oft einzelne Creator statt Medienhäuser den Wettbewerb um Reichweite und Relevanz. Der Verlag Parzeller (Fuldaer Zeitung) stand vor derselben Herausforderung. Vor 15 Monaten startete ein Team um Roman Prokopenko und Johannes Götze gemeinsam mit zwei Hosts aus der Lokalsportredaktion einen YouTube-Kanal – zunächst als Experiment. Heute, mit rund vier Millionen Views, liegt ein klarer Proof of Concept samt wertvoller Learnings vor. Der Kanal „Fankultur by Torgranate“ zeigt: Für journalistische Videos ist YouTube aktuell die nachhaltigste und wirtschaftlich attraktivste Plattform. Im Vortrag erklärt Roman Prokopenko die Gründe, teilt Praxiserfahrungen, beleuchtet Erfolgsmechaniken und zeigt, warum klassische Medienlogiken oft nicht greifen – inklusive konkreter Monetarisierungsansätze. Der Vortrag richtet sich an Entscheider:innen aus Redaktion, Verkauf und Marketing, die das Thema fundiert einschätzen möchten, bevor sie investieren.

44 minutes 4 u: „Existenzbedrohung durch lückenhafte Datensicherheit – Cybersecurity Update 2026: Digitale Resilienz für Medienhäuser“
In der zweiten Jahreshälfte 2024 haben wir uns im Format „44 Minutes 4 u“ gemeinsam mit Bitkom, IT I MEDIA GmbH und HUP erstmals mit Cyberkriminalität und Datensicherheit in lokalen Medienhäusern beschäftigt. Die große Resonanz zeigte: Das Thema ist für Verlage hochrelevant – ebenso wie ein klarer Überblick über Risiken und Schutzmaßnahmen. Seitdem hat sich die Bedrohungslage weiter verschärft: Angriffe werden gezielter, Anforderungen steigen und viele Häuser fragen sich, wie sie ihre Systeme nachhaltig absichern können. Deshalb greifen wir das Thema erneut auf und bieten ein kompaktes, praxisnahes Update. Cyberangriffe gehören inzwischen zum Alltag – auch in der Medienbranche. Gleichzeitig fällt es vielen Verlagen schwer einzuschätzen, wie gut sie geschützt sind und welche Maßnahmen wirklich greifen. Die Schäden durch Cybercrime gehen in Deutschland jährlich in die Milliarden, werden jedoch oft unterschätzt. Häufige Schwachstellen sind interne Zugänge, externe Dienstleister und unsichere Schnittstellen. Die Folgen erfolgreicher Angriffe reichen weit über die IT hinaus: gestörte Zustellung, blockierte Redaktionssysteme, kompromittierte Daten und Vertrauensverlust. In „44 Minuten 4 u“ geben Expertinnen und Experten einen kompakten Überblick über die aktuelle Lage, präsentieren aktuelle Zahlen, typische Angriffsszenarien sowie häufige Sicherheitslücken – und zeigen konkrete Maßnahmen und Lösungen für kurz- und langfristigen Schutz auf.
„MEDIA WISE“ meets „Media What!?“ – neun Podcastfolgen. Jetzt reinhören!
Das Kooperationsprojekt, mit Studierenden aus dem Studiengang Mediapublishing mit HdM Stuttgart und dem VDL beinhaltet neun Podcasts, Printanzeigen und Social-Media-Posts – alles kostenlos nutzbar für Medienhäuser. Die jungen Macherinnen und Macher freuen sich, wenn ihre diesjährige erfolgreiche abgeschlossene Semesterarbeit zum Thema "Medienkompetenz" unterstützt und verbreitet wird.


VDL-Branchentreff am 6. Mai 2026
VDL und purple: Einfach machen: Das KI-Playbook für Redaktionen
Das neue VDL-Branchenmagazin ist jetzt erhältlich!
Beim Dialogforum „Medien. Markt. Mittelstand – Erfolgsmodell ländlicher Raum“ am 6. Mai im Pier13 in Berlin standen zentrale Zukunftsfragen ländlicher Regionen im Fokus. Vertreter aus Wirtschaft, Medien und Mittelstand diskutierten Innovation, veränderte Kommunikation und nachhaltiges Wachstum außerhalb urbaner Zentren. Nach der VDL-Mitgliederversammlung startete der Branchentreff mit der Verleihung des Veltins Lokalsportpreises, gefolgt vom Dialogforum, dem politischen Teil und einem BBQ. Den Auftakt machte Kai Gondlach. Im anschließenden wirtschaftspolitischen Talk diskutierten Christian Freiherr von Stetten, MdB, Kai Gondlach, Kerstin Rapp-Schwan und Christian Röhm. Moderiert wurde die Runde von Kerstin Münstermann und Helmut Loerts-Sabin. Weitere Impulse kamen von Georg Josef Türk („Hidden Champions“) sowie Carsten Linnemann, MdB, Generalsekretär der CDU Deutschlands, der politische Einordnungen gab. Martin Wilhelm übernahm hierzu die Nachfragen. Unsere Erwartungen an einen abwechsulungsreichen Tag mit spannenden Diskussionen wurden mehr als erfüllt.
Zum Tag des Lokaljournalismus 2026 stellen der Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien e.V. und Purple ein gemeinsames KI-Playbook für die Branche zum Download bereit: Es bündelt die wichtigsten Erkenntnisse aus unserem gemeinsamen KI-Lab, zeigt drei priorisierte Workflows für den Redaktionsalltag und liefert einen konkreten 90-Tage-Plan zur Umsetzung. Entstanden ist das Playbook im Rahmen des zweitägigen KI-Labs Anfang März 2026 in Hildesheim, bei dem 33 Vertreterinnen und Vertreter aus Lokalverlagen gemeinsam mit Experten praxisnah an Lösungen für den Einsatz von KI gearbeitet haben. Das Ergebnis ist ein anwendungsorientierter Leitfaden von Praktikern für Praktiker, der Redaktionen dabei unterstützt, den Schritt von ersten Experimenten hin zu strukturierten, produktiven KI-Prozessen zu gehen.
Wir freuen uns, Ihnen die neueste Ausgabe unseres VDL-Branchenmagazins präsentieren zu können. Ab sofort ist das Magazin erhältlich – und diesmal mit einem deutlich erweiterten Umfang: Ganze 30 zusätzliche Seiten bieten noch mehr Einblicke, Analysen und Inspirationen aus der Branche. Im Fokus dieser Ausgabe steht der hochaktuelle Megatrend „Community & Loyalty“. In einer Zeit, in der Kundenbindung und authentische Beziehungen immer wichtiger werden, beleuchten wir, wie Unternehmen starke Communities aufbauen und langfristige Loyalität schaffen können. Freuen Sie sich auf spannende Fachbeiträge, Best Practices und zukunftsweisende Perspektiven von Branchenexpertinnen und -experten. Das neue VDL-Branchenmagazin liefert Ihnen wertvolle Impulse, um aktuelle Entwicklungen besser zu verstehen und erfolgreich für Ihr Unternehmen zu nutzen. Jetzt entdecken und inspirieren lassen! Mitglieder und Fördermitglieder des VDL erhalten bis zu zwei Printexemplare und das ePaper kostenlos. Weitere Interessenten können es für nur 13,00 € (inkl. MwSt.) erstehen.
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VDL-Webinar-Reihe: "3 x 111 Minuten": "KI in der Vermarktung lokaler Medienhäuser" | Susanne Bengsch | Gründerin von Mindful Media | KI-Mentorin und Sales-Transformation Managerin
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10. Juni 2026 | 10.00–11.51 Uhr | Modul 1
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17. Juni 2026 | 10.00–11.51 Uhr | Modul 2
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24. Juni 2026 | 10.00–11.51 Uhr | Modul 3
KI in der Vermarktung – praxisnah, verständlich und direkt anwendbar: In drei kompakten, fokussierten Online‑Sessions zeigt Susanne Bengsch, Gründerin von Mindful Media, KI-Mentorin und Sales-Transformation Managerin, wie KI bereits in lokalen Medienhäusern Zeit spart, Qualität erhöht und Argumentation im Verkauf schärft. Alle Inhalte sind hands‑on, praxisnah und ohne Technik‑Überforderung aufgebaut.
Die VDL Webinar‑Reihe „3 × 111 Minuten“ richtet sich an Mediaberaterinnen und Medienberater, Vermarktungsteams sowie Verkaufsleitungen.
Modul 1 – Grundlagen & Einstieg ins Prompting (111 Minuten) Was KI leisten kann – und was nicht Relevanz für Verkauf & Vermarktung Denklogik guter Prompts Unterschied zwischen „Frage“ und „Arbeitsauftrag“ Erste alltagstaugliche Prompt‑Beispiele Ziel: Sicherheit gewinnen & sofort loslegen.
Modul 2 – Anwendungsfälle aus dem Verkaufsalltag (111 Minuten) Vorbereitung von Kundenterminen mit KI Kunden‑ und Branchenanalysen Angebote klarer formulieren Anzeigentexte & Argumentationen effizient erstellen Ziel: Zeit sparen & Beratungsqualität steigern.
Modul 3 – Live‑Coaching & echte Fälle aus der Praxis (111 Minuten) Arbeit an realen Aufgaben der Teilnehmenden Optimierung bestehender Prompts Entwicklung individueller Routinen Do’s & Don’ts im täglichen KI‑Einsatz Datenschutz & Ethik Ziel: Umsetzungssicherheit im Alltag.

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